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und ganz besonders stolz bin ich über die Reportage im Buch: Landhaus-Gärten von  Stefanie Syren und  Elke Borkowski.

 

 

Foto:

Elisabeth Schwietering begutachtet mit ORF-Fernsehgärtner und Sachbuchautor Karl Ploberger ihre Blumen. Foto: heu

 

 

 Blumiger Besuch

 

 Österreichische Reisegruppe besichtigt den Garten von Familie Schwietering

 

 

 

Heek-Nienborg - 15. August 2014

 

52 Österreicher haben nun eine 1000 Kilometer lange Reise auf sich genommen, um nach Nienborg zu kommen. Was sie dort erwartete, hat für den Weg aber durchaus entschädigt.

 

 

 

 

 

Ein wenig Nervosität war Elisabeth Schwietering anzumerken. Schließlich empfängt sie nicht jeden Tag 52 Gäste in ihrem Garten. Erst recht nicht aus dem fast 1000 Kilometer entfernten Österreich. Die Reisegruppe, die sich gestern zwischen ihren Blumen, Sträuchern und Gemüsebeeten hindurchschlängelte, ist auf viertägiger Tour durch das Münsterland, um sich ausgewählte Gärten anzuschauen. Gleich am ersten Tag ging es nach einem Abstecher in die Niederlande in den Garten der Schwieterings.

 

Pünktlich zum Eintreffen der Gruppe, die von ORF-Fernsehgärtner („Natur im Fernsehen“) und Sachbuchautor Karl Ploberger angeführt wurde, öffnete der Himmel seine Schleusen. „Die typischen norddeutschen Regenschauer. Die gehen aber genauso schnell, wie sie kommen“, kommentierte eine Besucherin in breitem österreichischen Dialekt. Zustimmendes Nicken allenthalben, Schirme auf und los ging‘s.

 

Nach ein paar einführenden Worten der Hausherrin schlenderten die Besucher auf dem 5000 Quadratmeter großen Areal frei herum. Besonders die in verschiedenen Farben blühenden Phloxe, im Volksmund besser bekannt als Flammenblumen, hatten es ihnen angetan. Die großzügig angelegten Beete und die darin zu bewundernde Pflanzenvielfalt bekamen viel Lob: „Man erlebt hinter jeder Ecke eine neue Überraschung“, sagte Besucherin Andrea Winkler. Doch was wäre das alles ohne die Gärtnerin? „Sie hat eine Lebensfreude, das ist der Wahnsinn“, lobte Ploberger die Gastgeberin. Schwietering tingelte von einem Gast zum nächsten, erzählte Anekdoten und gab hilfreiche Tipps. Und auch vom Regen ließ sie sich nicht die Laune verderben.

 

Ein Gast fragte, wo sie eigentlich die Kraft und die Zeit hernehme, sich um das umfangreiche Gelände zu kümmern. „Andere malen oder gehen Vollzeit arbeiten, ich gehe nachmittags in den Garten. Irgendwas habe ich hier immer zu tun“, antwortete sie.

 

Allerdings sei es schwierig, jemanden zu finden, der während des Sommerurlaub die zahlreichen Blumen in den einzelnen Gartenwelten gießt. „Deswegen fahren wir immer im Winter in den Urlaub – nach Österreich zum Skifahren.“ Gelächter bei der Reisegruppe, im Winter hat ihre Heimat durchaus ihre Vorzüge.